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28. November 2020

Gutes Weißbier braucht Ruhe

Gutes Weißbier braucht Ruhe

Bei edlen Weinen und exquisiten Käsen ist es allen klar. Diese Spezialitäten brauchen Zeit, um zu reifen und richtig gut zu werden. Dass dies beim Brauen von Weißbier genauso ist, wissen nur die Wenigsten. Der Faktor Zeit spielt für die Qualität jedoch eine entscheidende Rolle. Daher lautet das Motto edelgereifter Weißbiere: In der Ruhe liegt der Geschmack.

 

Bayerische Edelreifung – Brauen auf höchstem Niveau

Hopfen und Malz, Gott erhalt’s! Ein perfektes Weißbier zu brauen, ist eine Kunst. Damit aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe etwas richtig Gutes entsteht, sind viele verschiedene Schritte unter Einhaltung strikter Vorgaben notwendig. Das Standardverfahren dauert ungefähr vier bis sechs Tage, dann ist die Hauptgärung abgeschlossen. Bis dahin gibt es keinen Unterschied zwischen einem „normalen“ Weißbier und einem edelgereiften Weißbier. Doch dann trennt sich die Spreu vom Weizen: Standardweißbiere werden kurzzeiterhitzt, in Flaschen und Fässer abgefüllt und kommen sofort in den Verkauf. Edelgereifte Weißbiere dagegen bekommen ihren letzten Schliff, indem noch einmal frische Hefe zugegeben wird. Erst jetzt werden auch sie abgefüllt und reifen ein zweites Mal in der Flasche oder im Fass – und zwar ohne Pasteurisierung. Bis zu drei Wochen dauert diese Veredelung der Weißbiere.

 

Warum sich zu früh zufrieden geben, wenn es später besser schmeckt?

Extra Hefe, extra viel Ruhe, extra schonend – den Unterschied schmeckt man. Edelgereifte Weißbiere entwickeln besonders vielschichtige Aromen und eine fein-prickelnde Kohlensäure für ein wunderbar rundes Trinkgefühl. Da zudem auf eine Pasteurisierung verzichtet wird, bleiben auch die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Herrlich perlt die Kohlensäure beim Einschenken und die frische Hefe verteilt sich ohne Verklumpungen wunderbar im Glas. So muss es sein, das ist original bayerische Weißbier-Qualität.

 

Woran erkennt man ein edelgereiftes Weißbier?

In Bayern, der Wiege des Weißbiers, gibt es ein eigenes Qualitätssiegel „Bayerische Edelreifung“. Das blau-weiße Siegel steht für das traditionelle Brauverfahren, das den Unterschied zwischen einem Standardweißbier und einem edelgereiften Weißbier macht. Es ziert die Flaschen aller Weißbierbrauereien, die sich der Initiative „Bayerische Edelreifung – zweifach kultiviert“ angeschlossen und sich damit dem Qualitätsversprechen bayerischer Brauhandwerkskunst verschrieben haben.